Die letzten Wochen waren echt nicht einfach. Nach dem Besuch der Polizei ging es fast jeden Tag mit irgendwas Neuem weiter. Es gab kaum einen Tag, an dem wir nicht unsere Youth Workerin Amanda oder unseren Director Dean anrufen mussten, weil irgendetwas im Haus nicht okay war.
Das Ganze war echt anstrengend für uns - nicht physisch, sondern psychisch. Zwischendurch musste ich (Kay) mir zwei Tage völlige Ruhe antun, weil der Stress nicht gerade positive Auswirkungen auf die Schwangerschaft hatte. An dieser Stelle ein fettes Dankeschön an alle, die für uns beten!
Keine Ahnung, ob wir schon am Ende der Phase angekommen sind, aber ein Resultat ist bei der ganzen Geschichte schon herausgekommen: C. wurde gestern rausgeschmissen. Er musste bis 18 Uhr seine Sachen gepackt haben und den Schlüssel abgegeben haben. Natürlich hat er das nicht geschafft und die Sachen sind noch bei uns. Er hat aber bereits Hausverbot und darf nicht mehr ohne Genehmigung von Dean hier auftauchen. Kurz nach der Geschichte mit C. war auch R. weg und ist die ganze Nacht nicht mehr aufgetaucht. Wir haben keine Ahnung wo er ist. Amanda vermutet, dass die Polizei ihn nach seiner gerichtlichen Ausgangssperre auf der Straße aufgeschnappt hat und er jetzt im Gefängnis ist - aber sicher wissen wir es gerade auch noch nicht.
Das ist schon eine heftige Situation für uns. Wir fragen uns die ganze Zeit, ob wir vielleicht was falsch gemacht haben und es auch anders hätte ausgehen können. C. muss nämlich jetzt ins Gefängnis, weil er keine feste Bleibe hat und damit seinen Bewährungsauflagen nicht nachkommen kann. Auf der anderen Seite fragt man sich, wie viele Chancen soll man jemandem geben, der zur Zeit keine Hilfe annehmen will?! Wir sind froh Dean hier zu haben. Er macht die Arbeit ja seit 10 Jahren und er trifft die Entscheidungen über Rausschmiss oder Bleiben. Er sagte uns, dass es nichts mit dem zu tun hat, was wir getan oder nicht getan haben, sondern eine Lektion ist, die der Junge leider machen muss. Er kann jeder Zeit eine neue Bewerbung für das Wohnen hier einreichen, aber der Wille muss von ihm aus kommen.
Eine gute Nachricht dagegen ist, dass wir einen neuen Jugendlichen gekommen - eine Sie. Wir bekommen ein Mädel im Alter von 18 Jahren ins Haus. Der erste Eindruck war echt klasse. Scheint ein super liebes Mädchen zu sein - klar mit ihren eigenen Problemen und mit Sicherheit wird auch da nicht alles einfach, aber ich freu mich auf sie!
Samstag, 6. Februar 2010
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