Rodney ist mal wieder raus aus dem Haus.
Wir haben in der letzten Woche herausgefunden, dass doch mehr Schein als Sein da war. Es gibt hier eine Pflicht bei den Abendessen dabei zu sein und die einzige Ausnahme ist dann, wenn man arbeiten muss. Rodney hat bei seinen ganzen Gerichtsverhandlungen soviele Sozialstunden aufgetragen bekommen, dass der Richter ihm diesmal eine Auflage gegeben hat, wann er diese fertig haben muss. Jetzt stand er unter Zeitdruck und da er die (die dümmste Idee, die die Bewährungshelfer haben) in einem Jugendzentrum ableisten darf, kann er die nur am Nachmittag/Abend machen. Jetzt sagte er uns, dass er nicht zum Abendessen kann, weil er dringend die Stunden ableisten muss und da seine Sozialarbeiterin das bestätigte, haben wir es geglaubt. Nun stellte sich heraus, dass er nicht eine einzige Stunde bisher absolviert hat - nicht eine. Unsere Youth workerin hat ihm das Ultimatum gestellt, dass er sie an dem Tag vom Jugendzentrum aus anrufen soll, wenn er da ist - er ist natürlich mal wieder nicht hin. Dann gab es Aufforderungen zu Terminen zu erscheinen und wenn er nicht in die Schule will, dann zumindest einen Job suche. Er ist zu keinem einzigen der Termine erschienen. Zum Schluss haben Olli und ich ihn gebeten zu einem Gespräch zu erscheinen, um zu klären, ob er denn überhaupt hier wohnen will. Diese Aufforderung wurde mit dem Mittelfinger beantwortet. Damit war für uns klar, dass wir seinen Rausruf nicht verhindern werden, sondern befürworten. Nun ist er seit Freitag mal wieder raus.
Seine Sozialarbeiterin hat keine Ahnung, wo sie ihn nun unterbringen soll, daher wird er sich wohl auf ihr Drängen hin neu hier bewerben - mal schauen, ob wir dann nochmal zustimmen, denn der Junge macht leider keine - nicht mal klizekleine - Andeutung, dass er etwas in seinem Leben ändern will und Hilfe annimmt.
Montag, 26. April 2010
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